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Hafen Münster

Der Binnenhafen der Stadt Münster, wurde 1899 von Kaiser Wilhelm II. eröffnet und zweigt als Stichhafen vom Dortmund-Ems-Kanal ab. Ursprünglich wurde der Hafen als städtischer Eigenbetrieb geführt, dann aber 1953 an die Stadtwerke der übergeben und ihn seitdem betreibt. Von Beginn an, war der Hafen in Münster auf Import ausgelegt. Schwer beschädigt wurde der Hafen im 2. Weltkrieg aber bereits 1946 wieder eröffnet, damit dringend benötigte Stoffe für den Wiederaufbau der Stadt gelöscht werden konnten.

Nun in der Neuzeit ist der Hafen als Warenumschlagplatz so ziemlich bedeutungslos geworden. Es haben sich in den vergangenen Jahren stattdessen am nördlichen Ufer vornehmlich kulturelle und gastronomische Betriebe angesiedelt, der sog. Kreativkai. Die Größe der Altstadt, ist so ziemlich gleich groß, wie das Hafengebiet.
Der Hafen zweigt als Stichhafen vom eigentlichen Dortmund-Ems-Kanal ab. Das eigentliche Hafenbecken ist 740 Meter lang und umfasst ca. 36.000 Quadratmeter Fläche. Die mittlere Breite liegt bei 58 Meter, zum Kopfende hin jüngst es sich aufgrund der dort zusammenlaufenden Bahngleise auf ca. 20 Meter. 19 Kanalschiffen insgesamt bietet das Hafenbecken Platz, wobei die Schiffe Längen von bis zu 100 Metern vorwiesen. Das Be-und Entladen geschah mit Hilfe von Eisenbahnkränen und dort verlegten Gleisen.

Ein Denkmal steht am Ende des Hafenbeckens. Es stellt einen Seemann mit Südwester und Steuerrad dar.
Der städtische Hafen von Münster war von eh her als Importhafen für Holz und Getreide ausgelegt. Von den 38.000 umgeschlagenen Tonnen als Handelsgut, waren im ersten Jahr 35.000 Tonnen Importe. Mit 220.000 Tonnen Waren, die nach Münster verschifft wurden, erreichte man 1913 den Höhepunkt. Kolonialwaren, Holz und Getreide waren nach wie vor noch immer die Haupthandelsgüter. Den größten Anteil am Umschlag im Hafen, machte die Futtergerste, auf deren Einfuhr die münsterländischen Viehzüchter angewiesen waren.
Im Jahr 1910 galt der Hafen in Münster (Westf.) nach Duisburg als der bedeutenste Getreideumschlagplatz in Nordwest-Deutschland. Ein Großteil der Getreide bezog der Hafen aus Emsdetten.
Ab ca. 1930 siedelten sich die Raiffeisen-Zentralgenossenschaft, ein sog. Vorläufer der folgenden Agravis Raiffeisen, mit ihren Kornspeichern sowie Ostermann & Scheiwe mit ihren Holzlagern, den heutigen Osmo-Hallen an. Ansässig waren aber auch das städtischen Gas-und Elektrizitätswerk und die Wagenhalle der Straßenbahn am Hafenbecken.
Ca. 2000 Arbeiter waren um 1935 in rund 80 Betrieben am Hafen tätig. Für die Stadt Münster, blieb der Hafen auch während des 2. Weltkrieges wichtig. Im Jahre 1939 wurden immerhin 575.000 Tonnen Waren gelöscht und verladen, 1944 immerhin noch ca. 250.000 Tonnen.
Nach den Bombenangriffen der alliierten Truppen, ab August 1940, wurde im Jahre 1945 der Hafen vom statistischen Amt der Stadt als „vollkommen unbrauchbar“ dargestellt. Der Warenumschlag sank gegen Null. Zum Teil stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, Böschungen, Kaimauern, Gleise, Ladekräne und Verwaltungsgebäude. Gesunkene Schiffswracks lagen im Hafenbecken und somit war jeglicher Schiffsverkehr im Hafengebiet unmöglich geworden. Bereits im März 1946 konnte der Schiffsverkehr wieder aufgenommen werden. Ab dem Jahr 1953 gab es einen stetigen Aufwärtstrend zu verzeichnen. Die Blütezeit des münsterschen Hafens war Anfang 1960. Es wurden 1962 über 1,3 Millionen Tonnen umgeschlagen, größtenteils mit Getreide und Baustoffen und gezählten 4300 Schiffen in einem Jahr.

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By | 2017-04-24T15:48:04+00:00 Februar 18th, 2016|Drohne, Luftaufnahme, Münster, Sonnnenaufgang|0 Comments